Mensch und Endlichkeit - Die Institutionalisierung des Lebensendes zwischen Wissenschaft und Lebenswelt

Mensch und Endlichkeit - Die Institutionalisierung des Lebensendes zwischen Wissenschaft und Lebenswelt

von: Willibald J. Stronegger, Kristin Attems

Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2018

ISBN: 9783845293196

Sprache: Deutsch

238 Seiten, Download: 4357 KB

 
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Mehr zum Inhalt

Mensch und Endlichkeit - Die Institutionalisierung des Lebensendes zwischen Wissenschaft und Lebenswelt



  Cover 1  
  Einleitung 7  
  Teil I Der gesellschaftlich-politische Kontext der Institutionalisierung des Lebensendes 11  
      Projekt Lebensende. Wo ist die Kunst des Sterbens geblieben? 13  
      „faire vivre“. Die Institutionalisierung des Lebens in der Moderne und der Tod 23  
         1. Ein Leben: Zwischen Interessensubjekt und Humankapital 25  
            1.1. Homo oeconomicus und Humankapital 26  
         2. Intensivierung der Biomacht: Strategien und Dispositive biopolitischer Regierung 30  
            2.1. Von der Gesellschaft des Rechts zur Normalisierungsgesellschaft der Biomacht 33  
            2.2. Épistémè und Wissensformen: Natur und Subjekt, Individuum und Population 34  
            2.3. Der Vorsorgestaat: Ein Moralstaat zur biopolitischen Bewirtschaftung des Lebens 37  
            2.4. Die dialektische Intensivierung der Biomacht: Zwischen liberaler und sozialtechnologischer Gouvernementalität 39  
         3. Extension der Biomacht: Der historische Weg in die Institutionalisierung des Lebens 40  
            3.1. Absolutistische Biomacht des Verhaltens und der Umwelt(ab dem 17. Jh.) 41  
            3.2. Biomacht der Subjektivität (ab 18.Jh.) und Körperbiologie(ab 19.Jh.) 42  
            3.3. Die Biomacht der Körperbiologie (ab 19. Jh.) 44  
         4. Der Tod in der sozialtechnologischen Nutzenkultur der Biomacht 46  
         5. Schlussfolgerung 50  
      Intimität regieren (lassen)? Politischer Diskurs zum Lebensende in der postindustriellen Gesellschaft 57  
         1. Die politische Betrachtung der Kontroverse rund ums Lebensende 60  
         2. Autonomie und Würde in den Diskursen zum Lebensende in der postindustriellen Gesellschaft 63  
         3. Intimität und die Veränderung der öffentlichen Macht 66  
         4. Fazit 73  
      Rechtsinstitutionen am Lebensende im doppelten Zugriff von Selbstbestimmung und Effizienz 79  
         1. Institutionelle Handlungsfelder 79  
         2. Dem Leben kündigen 80  
         3. Erfahrungen aus der Praxis 81  
         4. Kleiner historischer Exkurs: Ist die Pest an allem schuld? 84  
            4.1. Alter 84  
            4.2. Würde 85  
            4.3. Tod 85  
         5. Ökonomisierung und Individualisierung 86  
         6. Institutionen der Vorsorge 92  
      „Für mein Leben gern zu Hause“. Institutionalisierung des Lebensendes in Film und Literatur 97  
         1. Schauplatz Altersheim 99  
            1.1. Das Altersheim als Ort des Unheimlichen 100  
            1.2. Das Heim als Ort der Disziplinierung des Alters 103  
         2. Fiktionale Repräsentationen 110  
            2.1. Die Institutionalisierung des Lebensendes in May Sartons As We Are Now 110  
            2.2. Grenzüberschreitungen der neueren Art: der Ausbruchsroman 113  
            2.3. Das Pflegeheim als Ort des Neubeginns 115  
            2.4. Kann das „Unerzählbare“ erzählt werden? 116  
         3. Schlussfolgerungen: Wozu Altersheimromane? 117  
  Teil II Institutionalisierungsprozesse: Versorgungsstrukturen und Regularien im Spannungsfeld von Standardisierung und individuellen Bedürfnissen 123  
      Institutionalisierung der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich 125  
         1. Entwicklungen in Österreich 125  
            1.1. Modular abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung 127  
            1.2. Professionalisierung in der Hospiz- und Palliativversorgung 128  
            1.3. Parlamentarische Enquete-Kommission zum Thema „Sterben in Würde“ 130  
         2. Von Pionier/innen zu differenzierten Organisationen 131  
            2.1. Institutionen – notwendiges Übel? 132  
            2.2. Kritischer Blick auf Institutionen 134  
         3. Tageshospize als Orte der Gastfreundschaft 136  
            3.1. Gastfreundschaft ermutigt 136  
         4. Schlussbemerkung 138  
      Rechtssubjektivität, Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung. Von der Entmündigungsordnung über das Sachwalterrecht zum 2. Erwachsenenschutzgesetz 141  
         1. Rechtssubjektivität 141  
         2. Handlungsfähigkeit und Rechtsfürsorge 142  
         3. Das Rationalitätsdefizit der Wertbegründung des Rechts 144  
         4. Fiktion und Realität des idealen Rechtssubjektes 146  
         5. Das Sachwalterrecht als entstigmatisierte EntmündigungsOrdnung 148  
         6. Das „Sachwalterrecht als Opfer seines Erfolges“ 151  
         7. Der Weg zum 2. Erwachsenenschutzgesetz 153  
         8. Die Regelungen des 2. Erwachsenenschutzgesetz im Überblick 157  
            8.1. Vorrang der Selbstbestimmung 157  
            8.2. Entscheidungsfähigkeit 158  
            8.3. Handlungsfähigkeit 160  
            8.4. Das 4 Säulen Modell des Erwachsenenschutzes 161  
            8.5. Besondere Regelungen im Erwachsenenschutzrecht 164  
               8.5.1. Medizinische Behandlung 165  
                  8.5.1.1. Definition 165  
                  8.5.1.2. Einwilligung entscheidungsfähiger Personen (§ 252 ABGB) 165  
                  8.5.1.3. Einwilligung nicht entscheidungsfähiger Personen 166  
               8.5.2. Dauerhafte Änderung des Wohnortes 169  
               8.5.3. Übergangsbestimmungen 169  
                  8.5.3.1. Bestehende Sachwalterschaften 169  
                  8.5.3.2. Angehörigenvertretungen 170  
                  8.5.3.3. Vorsorgevollmachten 170  
                  8.5.3.4. Neue Verfahren 170  
      Die Notwendigkeit palliativmedizinischer Leitlinien. Ein Problemaufriss anhand der Österreichischen Leitlinie der Palliativen Sedierungstherapie 2017 173  
         1. Problemstellung und historische Kontexte 174  
         2. Methodik der Leitlinienentwicklung 174  
         3. Österreichische praktische Problemstellungen und gesetzliche Voraussetzungen 175  
         4. Konsequenzen aus den Beobachtungen der Sedierungspraxis in Österreich für die Entwicklung der Leitlinie und zugrunde liegende ethische Prinzipien 177  
         5. Fazit und Kritik 181  
      „Ethische Gewalt“ bei Judith Butler und die Institutionalisierung von Ethik in klinischer Ethikberatung 185  
         1. „Ethischen Gewalt“ bei Judith Butler 186  
         2. Pragmatische Überlegungen 187  
         3. Prinzipien, Normen und Einzelurteil 190  
         4. Die Kluft zwischen Allgemeinem und Konkretem 193  
         5. Kohärentismus in der Medizinethik 195  
         6. Gewissen und Institution 197  
  Teil III An den Grenzen der Institutionalisierung des Lebensendes 201  
      Die Grenzen der Begleitung an der Grenze des Lebens. Nachdenken über den Anspruch von Ganzheitlichkeit in der Palliativbetreuung 203  
         1. Einführung 203  
         2. Der Begriff der Ganzheitlichkeit in der Medizin und in der Palliativbetreuung 203  
         3. Ganzheitlichkeit an Beispielen 206  
            3.1. Ganzheitlichkeit in der Betreuungspraxis 206  
            3.2. Ganzheitliche Strukturen – Integrierte Strukturen 208  
         4. Ganzheitlichkeit an der Grenze 210  
         5. Schlussbemerkung 211  
      Delirante Phänomene im Sterbeprozess 215  
         1. Ätiologie eines deliranten Syndroms 217  
         2. Terminales Delir 219  
         3. Terminale Unruhe 221  
         4. Delir oder Sterbebett-Phänomen? 223  
         5. Luzide Träume am Ende des Lebens 227  
         6. Belastende Sterbebett-Phänomene 228  
         7. Veränderte Wahrnehmung im Sterben 229  
  Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 235  

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